Die Zurücksetzung eines Möbelstücks in seinen ursprünglichen Zustand bedeutet immer und ohne Ausnahme, dass wir es bis auf das Holzgestell zerlegen. Das
bedeutet, dass alles, was unbrauchbar ist, ersetzt und je nach Alter innen und außen mit traditionellen oder modernen Polstern neu aufgebaut wird. Aber was in perfektem
Zustand ist, um das kümmern wir uns sehr, denn wir haben die Aufgabe zu retten, was zu retten ist.
Die Garnitur auf den Bildern ist ziemlich alt. Der Charakter dieses Stücks wird Josef Danhauser, dem Vater des Biedermeier, zugeschrieben, wie es die hellen Farbtöne
der Holzarbeiten, die einfache Struktur und die dezente, unprätentiöse Form zeigen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Danhauser auch ein sehr begabter Geschäftsmann
war: er begann seine Karriere als Bildhauer, zunächst als Edelmetallgießer und später als Händler von Polsterwaren, Gardinen und Teppichen. Er gründete ein Unternehmen, und seine Manufaktur, die Möbelstücke herstellte, wurde schnell zum Arbeitgeber für Hunderte von Menschen. Neben einer reichen und vielfältigen Palette von Möbelstilen des Bürgertums hat er auch den Biedermeierstil erdacht. Er bevorzugte weiche Linien, einfache, aber markante Stücke und achtete besonders auf die Alltagstauglichkeit der Möbel.
Auch diese Garnitur trägt die stilistischen Züge, und wir werden uns bemühen, alles zu bewahren, was wir können. Wie zum Beispiel die Feder. Mit ein wenig Dressieren, bzw. Umformen können wir sie wiederverwenden, so dass die ursprünglichen Federn nach den Tischlerarbeiten wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden können. Wir werden mit Leinengurt und Afrique arbeiten und dabei traditionelle Techniken anwenden.
Hier sind einige Bilder auch von den Vorbereitungen. Schauen Sie die vielen Nägel, die wir aus den Rahmen entfernen mussten, und die Spuren, die sie hinterlassen haben! Ich freue mich schon darauf, dass unser Tischlerkollege wieder zaubern wird: Erverwandelt diese Flächen spiegelglatt.